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Активизм и политика: корректировать или менять Систему?
Статья об общественно-политической ситуации в обществе, оценке протестных движен...
№13
(366)
01.11.2019
Образование
Nachwuchsjournalisten mit besonderen Kompetenzen
(№11 [89] 25.01.2003)
Die meisten der 33 Sprach- und Fachlektoren der Robert Bosch Stiftung sind uber Umwege nach Russland gekommen. Wer hatte schon eine Vorstellung beim Bewerbungsgesprach im sommerlichen Stuttgart, wo das liegt: Blagoweschensk, Tula, Ufa... Russland - das war fur viele hinter Polen irgendwie weiter ostwarts, manche hatten schon mal einen Sprachkurs in Moskau oder Petersburg gemacht. Nach einem Blick in den Atlas begann die Fahrt ins Blaue, die meisten hatten ihre
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Arbeitsorte nie zuvor gesehen, ohne Abenteuerlust ist so ein Bosch-Lektorat die falsche Wahl! Tilmann kam als Germanistik-Absolvent nach Sibirien und lebt nun schon seit zwei Jahren in Irkutsk, er unterrichtet dort und in umliegenden Dorfschulen Deutsch. Robert hat es schon vor drei Jahren Omsk "verschlagen", erst Sprachtraining fur Russlanddeutsche uber das Goethe-Institut, dann hat er die Jugendzeitung Vitamin.de gegrundet. Die gibt es heute noch, inzwischen ist er sein eigener Chefredakteur, lasst in Farbe Auflagen in sechs russischen Stadten produzieren, aufwendig von der Bosch Stiftung gefordert. Schon das dritte Jahr lebt er in Omsk und hat sich nicht nur in die Stadt verliebt. Conni war gerade fertig mit dem Jura-Studium, ein Jahr muss sie ohnehin auf ihre Referendariahtsstelle warten - dass sie dieses in Krasnojarsk verbringen wurde, wusste sie im vergangenen Sommer auch noch nicht. Russland klang spannend und als sie ankam, um internationales vergleichendes Recht zu unterrichten, traf sie auf unmotivierte Studenten, die eigentlich nur mogliche Praktikumplatze in Deutschland interessieren. Gute Noten lassen sich auch ohne Anwesenheit in den Kursen kaufen, ein Problem, das so manche am neuen Arbeitsort uberrascht hat. Die Sprachlektoren unterrichten Deutsch als Fremdsprache, in den vergangenen Jahren hat sich aber der Schwerpunkt auf wissenschaftlichen Fachunterricht verlagert: Jura, Politologie, Wirtschaft, Geschichte und Journalistik werden den Studenten in deutscher Sprache und nach
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europaischen Standards vermittelt. Einmal im Jahr treffen sich die Lektoren zum Erfahrungsaustausch. Funf Tage lang wurden Ende Januar in Ekatarinburg Probleme und Erfolge diskutiert. Hauptschwierigkeit fast aller Lektoren sind die ungenugenden Deutschkenntnisse der Studenten, so mussen neben den Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens deutsche Fachvokabeln gepaukt werden. Tausende Kilometer mitgeschleppte Fachbucher und fertig ausgearbeitete Semesterplane waren oft verschenkte Liebesmuh - Improvisationstalent ist die beste Voraussetzung, um den Studenten dennoch einen interessanten Unterricht anzubieten. Wenig Theorie, neue Ideen und Ansatze beim Lernen, Projekte wie Filmclubs, Zeitungsredaktionen, studentische Konferenzen - das ist fur viele russische Studenten spannendes Neuland. Eine gro?e Hilfe sind die Bosch-Lektoren auch oft bei der Vermittlung von Praktikumplatzen in Deutschland oder speziellen Bildungsangeboten fur Osteuropaer, wie zum Beispiel
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Sprachkurse, Aufbaustudiengange, Promotionsstipendien usw. Manchmal ist schon ein Einfuhrungskurs "Wie surfe ich im Internet?" oder "Wie halt man einen Vortrag?"sehr hilfreich. Fur die meisten Lektoren besteht der ein- bis zweijahrige Aufenthalt in Russland in gegenseitigem Lernen, nicht nur der Sprachen, sondern auch was das methodische Denken und den wissenschaftlichen Austausch angeht. Vor allem aber lasst sich so manche verborgene Seite von Mutterchen Russland entdecken. Vor vier Jahren begann die Bosch-Stiftung ihre Arbeit in Russland mit drei Deutschlehrern, anfangs, um Russlanddeutschen die deutsche Sprache und Kultur zu vermittelten. Unterdessen ist der Schwerpunkt unter der Uberschrift "Volkerverstandigung" Hilfe beim Aufbau neuer Studiengange. Insbesondere bei der Ausbildung von Sozialwissenschaftlern, wie zum Beispiel Politologen, gibt es noch gro?en Nachholbedarf. Unterdessen arbeiten die Lektoren an staatlichen und
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privaten Hochschulen, verstreut in 25 Stadten. In manchen Orten sind sie die einzigen Deutschen, die einzigen auslandischen Lehrer an der Universitat uberhaupt. Riesige Distanzen machen nicht nur die jahrlichen Treffen zur logistischen Herausforderung, auch vor Ort lassen sich viele Ideen zu zweit einfacher umsetzen. So will die Stuttgarter Robert Bosch Stiftung kunftig die Anzahl ihrer Lektoren weiterhin vergro?ern, dafur aber starker in ausgewahlten Orten konzentrieren. Seit zwei Jahren werden in ganz Osteuropa auch sogenannte Tandemlektoren unterstutzt, das sind Nachwuchsakademiker, die sich mit besonders spannenden wissenschaftlichen Themen auseinandersetzen. In Herbst vergangenen Jahres eroffnete die Robert Bosch Stiftung ein Buro in Moskau, um die Arbeit der Lektoren, Kulturmanager und russischen Stipendiaten intensiver betreuen zu konnen.
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